PechaKucha

20 Slides, automatisch wechselnd, jedes Slide 20 Sekunden: sprechen, im Rhythmus der Slides, kein Auffangnetz. Eine spannende Art der Präsentation, auch um den üblichen Powerpoint-Krankheiten auszuweichen.

Die Seite http://www.pechakucha.org/ beschreibt die Idee, Entstehung und sammelt verschiedene PK-Präsentation organisiert in Channels (Wikipedia-Eintrag). Wir wenden das in unserem Kurs an, um einen Lehrbetrieb darzustellen. Eignet es sich auf für den Unterricht für Schülerpräsentationen?

Vorteile (aus meiner Sicht):

  • Die Zeit ist begrenzt.
  • Der Stoff muss so aufbereitet werden, dass er in die Form passt.
  • Man muss sich bei jedem Slide kurz fassen. Wo man sonst vielleicht mit einer Minute pro Slide rechnet, sind es hier 20 Sekunden.
  • Der Rhythmus der Präsentation wird stärker gewichtet.
  • Es ist sicher auch mal belustigend, wenn eine Präsentation aus dem Ruder gerät.

Nachteile (aus meiner Sicht):

  • Die Slides untermalen vielleicht eher. Detaillierte Aufstellungen, Diagrammme, etc. brauchen zuviel „Einlesezeit“ des Betrachters und können wohl deshalb nicht verwendet werden.
  • Es ist ein reiner Vortrag. Slides können in dieser Form nicht diskutiert werden. Der Takt bestimmt.
  • Der Stoff muss aufgbläht oder gekürzt werden, um in 20 Slides zu passen.
  • Die Form eignet sich nicht, um verschiedene Geschäftsfälle (Ideenentwicklung, Feedback, Quartalsberichte, etc.) zu präsentieren. Sie ist zwar informativ und unterhaltend, muss aber wohl im täglichen Berufsleben eine Nischenstellung einnehmen.

Im Unterricht kann ich mir vorstellen, PechaKucha dann einzusetzen, wenn die Lernenden im Klassenzimmer das Ergebnis einer Gruppenarbeit präsentieren: als Abwechslung zu den anderen Formen. Muss die Präsentation wichtige Informationen transportieren, kommt die PechaKucha-Methode den vielfältigen Aufmerksamkeits- und Begreiftempo verschiedener Lernender nicht entgegen. Der zeitlich erzwungene Wechsel und die fehlende Unterbrechungnsmöglichkeit mögen zwar kurzweilige Präsentation zur Folge haben, aber ich zweifle, ob man damit erfolgreich Lerninhalte transportieren kann. Das Präsentieren üben, unterhaltend einen Sachverhalt, ein Ereignis, etc. vorzustellen, dazu ist PechaKucha sicher geeignet. Vielleicht werde ich einen Probelauf mit den Lernenden durchführen: z.B. bei der Einführung von Projektmanagement, wo sie einfache Projektbeispiele abbilden und der Klasse präsentieren müssen. Ansonsten wohl eher weniger…

Wenn man ein paar Regeln bei üblichen Präsentation beachtet, lassen sich ein paar Vorteile von PechaKucha wenigstens teilweise übertragen:

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