Archiv für den Monat Januar 2016

Exkursion Zug

Unsere Exkursion führte uns nach Zug, wo sich gleich neben dem Bahnhof eine geballte Ladung Bildungsinstitutionen befindet. Daneben (sozusagen über die Strasse) finden sich namhafte Firmen wie Johnson&Johnson, Novartis u.a. Nach eigenen Aussagen ermöglicht diese Konzentration von Bildungsinstitutionen und Firmen, Innovation wie sie an anderen Orten nicht möglich wären. Die kurzen Wege führen zu einem Austausch zwischen Ausbildung und Arbeitgebern und ermöglichen eine passgenaue Ausrichtung der Bildungsangebote. Ebenfalls nach eigenen Aussagen ist so etwas z.B. im Kanton Zürich nicht so einfach möglich.

Wir besuchten folgende Institutionen:

logo_bildx

logo_bildungsnetz

logo_iba

Herr Beat Gauderon (seines Zeichens CEO von bildx Zug) eröffnete seine Präsentation mit einem Refresher über die möglichen Bildungswege in der Schweiz: „Kein Abschluss ohne Anschluss“ ist dabei die zentrale Aussage, welche die Durchlässigkeit des Schweizerischen Bildungssystems symbolisiert.

Wir verweilten eine längere Zeit auf diesem Diagramm und konnten allerlei offene Fragen beantworten.

bildungssystem_schweiz
http://www.stadt.sg.ch/

Es scheint keine Sackgassen zu geben, da mit Passarellen auch ein Quereinstieg z.B. von einer Berufsmaturität hin zu einem Universitätseintritt geschafft werden kann. Interessant war auch der Aspekt, dass beim Kampf um Studenten, die Fachhochschulen, die berufliche Praxis, welche üblicherweise Eintrittsvoraussetzung ist, nun mit Praktika während dem Studium umgehen will. Verwässert sie so ein bisschen Ihre Existenzberechtigung?

bildx (sowie auch das Bildungsnetz Zug) sind bei Ausbildungsverbunde, welche die Lernenden selektieren, einstellen und begleiten und in Zusammenarbeit in einer Art Turnus, diese in angebundene Firmen schickt zur betrieblichen Ausbildung. Die Unternehmung wird somit ein stückweit von verschiedenen Aufgaben entlastet (eben Selektion, etc.) und bindet sich auch nicht 2-4 Jahre an einen Lernenden, was z.T. nicht möglich oder erwünscht ist. bildx setzt v.a. auf die Stärkeren und hat ein strenges Auswahlverfahren, bietet dafür auch innovative Lehrgänge in kaufmännischen Berufen wie eine internationale Ausrichtung oder eine englische Ausbildung (80% englischsprachig, 20% deutsch). Es scheint klar, dass diese Ausbildungsplätze sehr begehrt sind und der späteren Berufskarriere förderlich sind.

Das Bildungsnetz Zug konzentriert sich im Gegensatz auf die eher Schwächeren oder auf Lernende mit einem schwierigen Lebenslauf, welche eine starke Begleitung in der Ausbildung benötigen. So begleitet ein Coach den Lernenden auf seinem gesamten Weg inklusive der ersten Bewerbung nach der Ausbildung.

Der letzte Besuch fand bei der I-B-A (Integrations-Brückenangebot-Zug) statt. Dort wird die Integration von Jugendlichen gefördert, welche neu in die Schweiz gekommen sind und v.a. in Sachen Sprache und Kultur eine „Vorbildung“ benötigen, bevor sie in die üblichen Ausbildungswege entlassen werden können.

Alles in allem, ein interessanter Ausflug. Ebenfalls das Mittagessen in der KBZ Zug war aufschlussreich, welche den Schulpreis 2015 gewann. Durch das Gespräch mit dortigen Lehrkräften wurde die eine oder andere neue Perspektive aufgetan.

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Visual Facilitating per Tablet

Nach Wikipedia ist „Visual Facilitation ist die verantwortliche visuelle Begleitung von Gruppenprozessen. Prozess, Inhalte und Ergebnisse werden in visueller Sprache, d. h. in Kombinationen von Text, Bild und Containern sichtbar gemacht.“ In unserem Ausbildungsblock Berufspädagogik benutzen wir VF für verschiedene Zwecke: als Advance Organizer, als Präsentationsmittel, etc. Sicherlich ist die Meinung, dass wir VF auch im Unterricht verwenden, wo immer sinnvoll und möglich. Da an meiner Schule die Flipcharts spärlich gesät sind (wie auch die Zeichengeräte, ich denke, es lohnt sich nicht unbedingt für mich, das Arsenal an Stiften wie den z.B. den Big One anzuschaffen), interessiert es mich, ob ich die Elemente auch per Grafiktablett erstellen und wiederverwenden kann.

Stift Big One

Ich verwende ein jahrealtes Grafiktablett (Wacom Intuos3) und Adobe Sketchbook, um zu testen, wie einfach sich verschiedene Container und die anderen Elemente herstellen lassen, um sie anschliessend in einer Powerpoint-Präsentation zu verwenden.

Wacom Intuos 3

Versuche mit Container

Notiz

Sachaussage

Ziel

Mit Hilfe von Layern und den angebotenen Werkzeugen von Sketchbook gestaltet sich die Einfärbung und Schattierung einfach. Schwieriger ist es eine gerade Linie hinzukriegen, ohne zu zittern. Aber das macht vielleicht auch gerade den Charme von handgezeichneten Visualisierungen aus.

Versuche mit Figuren

Männchen stehend

Maennchen oben

Um das „Zittrige“ zu vermeiden, zeichne ich kleiner. Leider hat Sketchbook keine Hilfe, um möglichst gerade zu bleiben. Aber das ist wohl auch nicht nötig!

Versuche mit Powerpoint

Nun füge ich Vorlagen in Powerpoint ein und beschrifte mit einem Textblock. Den Hintergrund der Figuren muss ich transparent einstellen. Dann klappt’s!

Slide Powerpoint

Sieht doch nicht schlecht aus, das Ganze? Sicherlich mal was ganz anderes, als immer die üblichen Cliparts zu verwenden. Wenn man es so verwendet, kann es jedoch auch passieren, dass durch die immer gleiche Verwendung der selbst gezeichneten Cliparts der gleiche Belangweilungseffekt eintritt, wenn man die vorgefertigten benutzt. Selbstgezweichnete Container, Figuren, Elemente, etc. nach VF in Präsentationen in Powerpoint zu verwenden, gestaltet sich jedoch nicht allzu schwierig und ich denke, es sieht nicht so übel aus!