Exkursion Zug

Unsere Exkursion führte uns nach Zug, wo sich gleich neben dem Bahnhof eine geballte Ladung Bildungsinstitutionen befindet. Daneben (sozusagen über die Strasse) finden sich namhafte Firmen wie Johnson&Johnson, Novartis u.a. Nach eigenen Aussagen ermöglicht diese Konzentration von Bildungsinstitutionen und Firmen, Innovation wie sie an anderen Orten nicht möglich wären. Die kurzen Wege führen zu einem Austausch zwischen Ausbildung und Arbeitgebern und ermöglichen eine passgenaue Ausrichtung der Bildungsangebote. Ebenfalls nach eigenen Aussagen ist so etwas z.B. im Kanton Zürich nicht so einfach möglich.

Wir besuchten folgende Institutionen:

logo_bildx

logo_bildungsnetz

logo_iba

Herr Beat Gauderon (seines Zeichens CEO von bildx Zug) eröffnete seine Präsentation mit einem Refresher über die möglichen Bildungswege in der Schweiz: „Kein Abschluss ohne Anschluss“ ist dabei die zentrale Aussage, welche die Durchlässigkeit des Schweizerischen Bildungssystems symbolisiert.

Wir verweilten eine längere Zeit auf diesem Diagramm und konnten allerlei offene Fragen beantworten.

bildungssystem_schweiz
http://www.stadt.sg.ch/

Es scheint keine Sackgassen zu geben, da mit Passarellen auch ein Quereinstieg z.B. von einer Berufsmaturität hin zu einem Universitätseintritt geschafft werden kann. Interessant war auch der Aspekt, dass beim Kampf um Studenten, die Fachhochschulen, die berufliche Praxis, welche üblicherweise Eintrittsvoraussetzung ist, nun mit Praktika während dem Studium umgehen will. Verwässert sie so ein bisschen Ihre Existenzberechtigung?

bildx (sowie auch das Bildungsnetz Zug) sind bei Ausbildungsverbunde, welche die Lernenden selektieren, einstellen und begleiten und in Zusammenarbeit in einer Art Turnus, diese in angebundene Firmen schickt zur betrieblichen Ausbildung. Die Unternehmung wird somit ein stückweit von verschiedenen Aufgaben entlastet (eben Selektion, etc.) und bindet sich auch nicht 2-4 Jahre an einen Lernenden, was z.T. nicht möglich oder erwünscht ist. bildx setzt v.a. auf die Stärkeren und hat ein strenges Auswahlverfahren, bietet dafür auch innovative Lehrgänge in kaufmännischen Berufen wie eine internationale Ausrichtung oder eine englische Ausbildung (80% englischsprachig, 20% deutsch). Es scheint klar, dass diese Ausbildungsplätze sehr begehrt sind und der späteren Berufskarriere förderlich sind.

Das Bildungsnetz Zug konzentriert sich im Gegensatz auf die eher Schwächeren oder auf Lernende mit einem schwierigen Lebenslauf, welche eine starke Begleitung in der Ausbildung benötigen. So begleitet ein Coach den Lernenden auf seinem gesamten Weg inklusive der ersten Bewerbung nach der Ausbildung.

Der letzte Besuch fand bei der I-B-A (Integrations-Brückenangebot-Zug) statt. Dort wird die Integration von Jugendlichen gefördert, welche neu in die Schweiz gekommen sind und v.a. in Sachen Sprache und Kultur eine „Vorbildung“ benötigen, bevor sie in die üblichen Ausbildungswege entlassen werden können.

Alles in allem, ein interessanter Ausflug. Ebenfalls das Mittagessen in der KBZ Zug war aufschlussreich, welche den Schulpreis 2015 gewann. Durch das Gespräch mit dortigen Lehrkräften wurde die eine oder andere neue Perspektive aufgetan.

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