Visual Facilitating per Tablet

Nach Wikipedia ist „Visual Facilitation ist die verantwortliche visuelle Begleitung von Gruppenprozessen. Prozess, Inhalte und Ergebnisse werden in visueller Sprache, d. h. in Kombinationen von Text, Bild und Containern sichtbar gemacht.“ In unserem Ausbildungsblock Berufspädagogik benutzen wir VF für verschiedene Zwecke: als Advance Organizer, als Präsentationsmittel, etc. Sicherlich ist die Meinung, dass wir VF auch im Unterricht verwenden, wo immer sinnvoll und möglich. Da an meiner Schule die Flipcharts spärlich gesät sind (wie auch die Zeichengeräte, ich denke, es lohnt sich nicht unbedingt für mich, das Arsenal an Stiften wie den z.B. den Big One anzuschaffen), interessiert es mich, ob ich die Elemente auch per Grafiktablett erstellen und wiederverwenden kann.

Stift Big One

Ich verwende ein jahrealtes Grafiktablett (Wacom Intuos3) und Adobe Sketchbook, um zu testen, wie einfach sich verschiedene Container und die anderen Elemente herstellen lassen, um sie anschliessend in einer Powerpoint-Präsentation zu verwenden.

Wacom Intuos 3

Versuche mit Container

Notiz

Sachaussage

Ziel

Mit Hilfe von Layern und den angebotenen Werkzeugen von Sketchbook gestaltet sich die Einfärbung und Schattierung einfach. Schwieriger ist es eine gerade Linie hinzukriegen, ohne zu zittern. Aber das macht vielleicht auch gerade den Charme von handgezeichneten Visualisierungen aus.

Versuche mit Figuren

Männchen stehend

Maennchen oben

Um das „Zittrige“ zu vermeiden, zeichne ich kleiner. Leider hat Sketchbook keine Hilfe, um möglichst gerade zu bleiben. Aber das ist wohl auch nicht nötig!

Versuche mit Powerpoint

Nun füge ich Vorlagen in Powerpoint ein und beschrifte mit einem Textblock. Den Hintergrund der Figuren muss ich transparent einstellen. Dann klappt’s!

Slide Powerpoint

Sieht doch nicht schlecht aus, das Ganze? Sicherlich mal was ganz anderes, als immer die üblichen Cliparts zu verwenden. Wenn man es so verwendet, kann es jedoch auch passieren, dass durch die immer gleiche Verwendung der selbst gezeichneten Cliparts der gleiche Belangweilungseffekt eintritt, wenn man die vorgefertigten benutzt. Selbstgezweichnete Container, Figuren, Elemente, etc. nach VF in Präsentationen in Powerpoint zu verwenden, gestaltet sich jedoch nicht allzu schwierig und ich denke, es sieht nicht so übel aus!

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CYP – Digitales Lernen

Am 18.11.2015 hatten wir das Vergnügen, CYP in Zürich zu besuchen. CYP führt, neben anderem, die überbetrieblichen Kurse für Banken durch. Vor einigen Jahren entschieden sie sich mit der papierbasierten Technologie zu brechen und auf rein digitale Unterrichtsmethoden umzusteigen: der alte Flipchart findet sich noch hier und dort, aber jeder Lernende erhält ein Tablet mit Tastatur und benutzt dies die nächsten drei Jahre als hauptsächliches Arbeitsinstrument – Future Learning oder Connected Learning.

(c) CYP

© CYP


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An der Präsentation und Fragerunde stellten sie uns ihre grundsätzlichen „Learnings“ dar, auf das, falls wir an unserer Schule den Schritt wagen, wir nicht die gleichen Fehler nochmal machen.

  • Das digitale Lernen ist ein Bruch mit den Traditionen in Sek I, da dort noch die traditionellen Methoden hauptsächlich vorkommen (ohne all die, welche jetzt schon digital unterrichten aussen vor zu lassen). D.h. eine Einführung in die Methodik, Selbstorganisation und andere Unterschiede ist jetzt noch nötig. Die Kursleiter denken jedoch, dass in ein paar Jahren, dass zur Selbstverständlichkeit wird. Die Digital Natives verfügen komischerweise vielfach über wenig Medienkompetenz mit digitalen Lern- und Arbeitsinstrumenten. D.h. wir Lehrer erliegen einem Trugschluss, wenn wir denken, dass bei einem Wechsel zu digitalen Lern- und Arbeitsmethoden alles reibungslos und fast automatisch läuft: ganz im Gegenteil, wir werden überrascht sein, wie wir den Lernenden helfen müssen, obwohl sie tagtäglich Stunden im Internet verbringen.
  • Das Arbeitsgerät muss dem Lernenden gehören: nur so findet mit der Zeit eine Identifikation statt. Das Tablet als Leihgabe hatte negative Folgen: angefangen vom sorglosen Umgang bis hin zum Verlust.
  • Es braucht von beiden Seiten den Willen sich darauf einzulassen: das Umlernen ist wesentlich schwieriger als das Neulernen. Nach ein paar Wochen/Monaten ist auch der geistige Wechsel vollzogen und man lernt gleich gut. Die Lerninhalte werden durch das Tablet nicht beeinträchtigt. Das Einsparen von Tonnen von Papier ist ein weiterer, schöner Nebeneffekt.
  • Bei der Gestaltung der Lernaufträge/Lernjobs ist es wichtig, dass kein Medienbruch stattfindet. Es sollten alle notwendigen Unterlagen an einem Ort auffindbar sein. Der Lernende verliert scheinbar schnell das Interesse, wenn er die nötigen Infos über verschiedene Orte und Medien zusammensuchen muss.
  • Alle Apps, welche CYP benutzt, sind kostenlos erhältlich und meistens auch für alle Plattformen verfügbar. Es ist für CYP nicht vertretbar, von einem Lernenden zu verlangen, 2.50 zu bezahlen, um einen Lernjob fertigstellen zu können. Evernote, Google Drive, Task List, etc. sind die Hauptvertreter, welche sie nannten…
  • CYP arbeitet gerne mit Filmen. Sie lassen auch die Lernenden Filme als Arbeitsergebnis erstellen. CYP erstellt zu gewissen Themen auch selber professionelle Lehrfilme, welche sich die Jugendliche zeit- und ortsunabhängig anschauen können. Die Lernenden mögen es sehr, mit Filmen zu lernen. Auch anderenorts wird viel mit Youtube gelernt.

Ich verliess CYP um 12:00 inspiriert. Ich weiss, dass das rein digitale Lernen kommen wird, aber dass es so gelebt wird, habe ich bis jetzt noch nicht gesehen. Der Erfolg ist da und ich freute mich, dass auch an unserer Schule vielleicht irgendeinmal erleben zu dürfen.

teufel

Aber, wie immer, hatte das kleine Teufelchen auf der rechten Schulter auch noch was zu sagen. Klar, CYP hat 60 vorgefertigte Module, welche sie über ihre Lernenden abwirft. Alles ist sehr homogen: der Stoff, die Einstellung, die Lernenden, die Branche, etc. Digitales Lernen flächendeckend an einer Berufsschule einzuführen scheint mir jetzt noch schwierig. Alles sehr heterogen: angefangen von der Widerstandsgrösse der Lehrpersonen, die Fächer, die Branchen, die kognitiven Fähigkeiten der Lernenden, etc.

Das Lernen mit Filmen ist ja sicher eine schöne Abwechslung: aber wieviele Lernende gehen nachher an eine Fachhochschule und haben wenig trainiert, mit Texten zu lernen, Texte zu analysieren und suchen immer auf Youtube ein passendes Video? Nun gut, dass ist eine schwache Kritik für eine sonst gelungende Präsentation.

PechaKucha

20 Slides, automatisch wechselnd, jedes Slide 20 Sekunden: sprechen, im Rhythmus der Slides, kein Auffangnetz. Eine spannende Art der Präsentation, auch um den üblichen Powerpoint-Krankheiten auszuweichen.

Die Seite http://www.pechakucha.org/ beschreibt die Idee, Entstehung und sammelt verschiedene PK-Präsentation organisiert in Channels (Wikipedia-Eintrag). Wir wenden das in unserem Kurs an, um einen Lehrbetrieb darzustellen. Eignet es sich auf für den Unterricht für Schülerpräsentationen?

Vorteile (aus meiner Sicht):

  • Die Zeit ist begrenzt.
  • Der Stoff muss so aufbereitet werden, dass er in die Form passt.
  • Man muss sich bei jedem Slide kurz fassen. Wo man sonst vielleicht mit einer Minute pro Slide rechnet, sind es hier 20 Sekunden.
  • Der Rhythmus der Präsentation wird stärker gewichtet.
  • Es ist sicher auch mal belustigend, wenn eine Präsentation aus dem Ruder gerät.

Nachteile (aus meiner Sicht):

  • Die Slides untermalen vielleicht eher. Detaillierte Aufstellungen, Diagrammme, etc. brauchen zuviel „Einlesezeit“ des Betrachters und können wohl deshalb nicht verwendet werden.
  • Es ist ein reiner Vortrag. Slides können in dieser Form nicht diskutiert werden. Der Takt bestimmt.
  • Der Stoff muss aufgbläht oder gekürzt werden, um in 20 Slides zu passen.
  • Die Form eignet sich nicht, um verschiedene Geschäftsfälle (Ideenentwicklung, Feedback, Quartalsberichte, etc.) zu präsentieren. Sie ist zwar informativ und unterhaltend, muss aber wohl im täglichen Berufsleben eine Nischenstellung einnehmen.

Im Unterricht kann ich mir vorstellen, PechaKucha dann einzusetzen, wenn die Lernenden im Klassenzimmer das Ergebnis einer Gruppenarbeit präsentieren: als Abwechslung zu den anderen Formen. Muss die Präsentation wichtige Informationen transportieren, kommt die PechaKucha-Methode den vielfältigen Aufmerksamkeits- und Begreiftempo verschiedener Lernender nicht entgegen. Der zeitlich erzwungene Wechsel und die fehlende Unterbrechungnsmöglichkeit mögen zwar kurzweilige Präsentation zur Folge haben, aber ich zweifle, ob man damit erfolgreich Lerninhalte transportieren kann. Das Präsentieren üben, unterhaltend einen Sachverhalt, ein Ereignis, etc. vorzustellen, dazu ist PechaKucha sicher geeignet. Vielleicht werde ich einen Probelauf mit den Lernenden durchführen: z.B. bei der Einführung von Projektmanagement, wo sie einfache Projektbeispiele abbilden und der Klasse präsentieren müssen. Ansonsten wohl eher weniger…

Wenn man ein paar Regeln bei üblichen Präsentation beachtet, lassen sich ein paar Vorteile von PechaKucha wenigstens teilweise übertragen:

Erfahrungen mit Tablets im Unterricht

Recherchiert man im Netz über Erfahrungen mit dem Einsatz von Tablets im Unterricht findet man verschiedene Voten.

Bardo Herzig, Medienpädagoge an der Universität Paderborn, sagt: „Die eine repräsentative Studie, die zeigt, dass Schüler mit digitalen Medien grundsätzlich besser lernen, gibt es nicht.“
[http://www.zeit.de/2013/30/digitaler-unterricht-tablet-pcs]

oder

„Ob die Digitalisierung den Unterricht wirklich verbessert, ist allerdings umstritten. Man braucht gar nicht den Thesen des Hirnforschers Manfred Spitzer zu folgen, der in seinem neuesten Buch die Auffassung vertritt, E-Learning behindere die kreative Entfaltung und Bildung der Schüler und führe zu schleichendem Gedächtnisverlust (Digitale Demenz: Wie wir uns und unsere Kinder um den Verstand bringen, Droemer Verlag)“. [http://www.zeit.de/digital/internet/2012-08/unterricht-schule-netbooks]

Ist es vielleicht so, dass man Tablets im Unterricht einfach benutzt, um mit der Zeit zu gehen?

„Es kann nicht sein, dass es eine Mauer gibt zwischen einem Alltag, in dem die Schüler von Medien umgeben sind, und Schulen, in denen noch gelernt wird wie vor 20 Jahren.“
[http://www.zeit.de/2013/30/digitaler-unterricht-tablet-pcs]

Sind es vielleicht eher die Lehrer (bzw. Eltern) die sich die Erlösung von schwierigen schulischen Situation erhoffen? Löst das iPad vielleicht Motivations- und Disziplinprobleme der SuS einfach in Wohlgefallen auf?

„Über die Ländergrenzen hinweg ergab sich: 71 Prozent der Befragten fanden, dass der Einsatz von Netbooks die Lernmotivation fördere. Das meinten vor allem die Lehrer (80 Prozent) und Eltern (75 Prozent), während die Schüler selbst nur zu 58 Prozent dieser Meinung waren. Über 60 Prozent der Lehrer in allen Ländern hatten nach einem Jahr Netbook-Einsatz den Eindruck, dass sich die Atmosphäre in der Klasse und die Kommunikation zwischen Lehrern und Schülern verbessert hätten und das Lernen individueller geworden sei: Die Schüler hätten besser in ihrem eigenen Tempo arbeiten und ihren eigenen Interessen folgen können.“ [http://www.zeit.de/digital/internet/2012-08/unterricht-schule-netbooks]

Das kann doch nicht ein Argument sein? Die „Erwachsenen“ beurteilen also die Situation positiver als die Betroffenen. Das einzige was zählt, ob der Einsatz von Tablets den Unterricht verbessert bzw. den Lernerfolg und Motivation von SuS steigert.

Ist diese wirre „Wandtafel“ wirklich hilfreich?

„Die Tablet-Klassen der Waldschule wurden zum Projektstart in einer Fallstudie der TU Dortmund wissenschaftlich begleitet. Über drei Monate lang wurden digitale und analoge Klassen im Unterricht beobachtet sowie Lehrer und Schüler interviewt. Es zeigte sich, dass die Tablet-Schüler vor allem bei der Internetrecherche und der Vorbereitung von Präsentationen im Vorteil waren, weil sie beides verstärkt trainierten.“ [http://www.zeit.de/2013/30/digitaler-unterricht-tablet-pcs]

Die Vorteile sind also auf ein paar Bereiche beschränkt: es kann nicht bewiesen werden, dass ein Tablet alle herkömmlichen Werkzeuge wie Bücher oder Kugelschreiber einfach ablösen kann. Also weiter skeptisch abwarten…

Game-based Learning mit dem iPad

Unter dem Begriff Game Based Learning (GBL) wird die Anwendung von computer- oder internetbasierten Spielen zu Lehr- und Lernzwecken verstanden.

Schaue ich mir Game-based Learning Apps an (z.B. http://www.teachthought.com/), so stelle ich fest, dass diese eher für die Unterstufe gedacht sind (simple Mathematikaufgaben, Buchstabieren, etc.) Gibt es auch Apps für die Sekundarstufe II? Auf http://www.seriousgames.de/ werde ich fündig: z.B. bei Corporate Games in der kaufmännischen Bildung. Es werden auch bei uns Projektwochen durchgeführt, in denen die Klassen mit einer Computersimulation das Führen einer eigenen Unternehmung mit vielfältigen Entscheidungsmöglichkeiten „spielen“ können.

Weiter findet man auf SeriousGames.de Links zu Krankenhaussimulation, zu einem virtuellen Autohaus, etc. Leider finden sich viele bei denen ein Windows-Programm installiert werden muss oder Flash benutzt wird. Fällt also weg für die meistverbreiteten Tablet-Typen.
Web-basierte Lernspiele auf Sek II-Niveau finde ich wenige.

Auf Educa findet sich eine weitere Linksammlung, obwohl ich mich frage, was ein Spiel wie Sim City da zu suchen hat. Vielleicht bin ich wieder zu engstirnig. Und wieder frage ich mich, warum muss sich der Lehrer und seine Unterrichtsplanung an das Freizeitverhalten der SuS anpassen? Auch ich spiele ab und zu ein Computerspiel, also habe ich sicher nichts dagegen, dass man dass in seiner Freizeit zu tun. Spiele, die einen Sachverhalt der Wirklichkeit abbilden, welcher etwas mit dem Lehrziel zu tun hat, sind sicher hilfreich. Ökonomische Planspiele für Kaufleute, virtuelle Autohäuser für angehende Autoverkäufer, etc. also eher „trockene“ Simulationen sind sicher sinnvoll. Aber Spiele, die mehr etwas mit Unterhaltung und Ablenkung zu tun haben, haben meiner Meinung nach nichts im Klassenzimmer zu suchen.

Die Möglichkeiten mit Learning-Apps sind spannend. Da es zahlreiche Apps gibt, finde ich für verschiedene „Büffel“-Aufgaben (das reine Pauken) verschiedene Anwendungsmöglichkeiten. Dies werde ich nach den Sommerferien mit neuen Klassen sicher das eine oder andere Mal anwenden. Diese Art des Lernens „unterhält“ die Sus hoffentlich mehr und ich hoffe, dass sich durch die Abwechslung mehr Lerneffekte einstellen.

Recherchieren mit dem iPad

Da ich leider kein Android-Tablet mein eigen nenne, nehme ich bezug auf das iPad. Wie kann man nur mit dem Tablet recherchieren? D.h. Informationen im Web, in einer Bibliothek oder sonstigen Informationssammlung zusammensuchen, notieren, organisieren und vielleicht visualisieren?

Es gibt eine Menge Outliner, Textsysteme, etc. Aber wenn ich daran denke, wie ich am PC arbeite, kann ich mir nicht vorstellen, wie das Recherchieren, insbesondere das effiziente Festhalten von Informationen, mit dem iPad vonstatten gehen soll? In Safari etwas markieren und dann mit einem Wisch zum Outliner, Word Processor oder Evernote wechseln, es dort einfügen und dann mit einem Wisch wieder zurück? Die Übersicht behalten bei einem Dutzend geöffneten Tabs? OK, wenn ich unterwegs bin und so mal zwischendurch Zeit habe, kann ich es mir mit einem iPad vorstellen. Aber sonst? Entzieht sich meiner Vorstellungskraft – gut ich bin aber auch alt.


„Während an Gymnasien und Berufsschulen, wo viel geschrieben werden muss, eher Notebooks zum Einsatz kommen, eigneten sich Tablets für die Volksschulstufe.“ [Quelle]

Ha! Das wollte ich lesen bzw. hören – ich bin derselben Meinung und darum bin ich einverstanden 😉 iPads sind sicher wertvoll, um zu lernen (untere Taxonomiestufen) und um zu „büffeln“. Aber alles was darüber hinaus geht, ist momentan noch zu schwierig oder ineffizient. Als „Beigabe“ durchaus, aber nicht als Hauptinstrument v.a. in den höheren Schulstufen. Ich plädiere eher dafür, dass jeder sein eigenes Netbook bzw. Laptop erhält und damit arbeitet. Das schult ebenfalls das digitale Nomadentum, d.h. dass man irgendwo an irgendwas arbeitet und nicht an einen fest Ort (Schule oder daheim) gebunden ist.

Vielleicht denken „Digital Natives“ da anders: aber für eine längere Arbeit (20 Seiten und mehr) mit dem iPad eine Struktur herauszuschälen ist vielleicht noch möglich, reine Texte mit einer Bluetooth-Tastatur zu verfassen vielleicht ebenfalls. Aber dann? Grafiken einfügen, Daten visualisieren, Literaturverzeichnis führen, etc. stelle ich mir als zu schwierig vor. Ich verbiege mich dann, nur um ein Tablet zu benutzen. Eher nicht…

Mental Case

Ein Tool, dass ich ab und zu selber benutze, ist Mental Case. Es ist verfügbar für OS X sowie iOS. Mental Case ist ein Tool, mit dem ich Lernkärtchen multimedial auf OS X aufbereiten kann und nachher auf iOS verfügbar machen kann. Mit dem iPad oder iPhone kann ich nun nach dem normalen Kärtchenprinzip (auf der Vorderseite die Frage und die Lösung auf der Rückseite kontrollieren).

Anschliessend teilt man dem Programm (ohne Selbstbetrug) mit, ob man die Lösung wusste oder nicht. Ein Algorithmus sorgt anschliessend dafür, dass die Karten, bei denen man die Lösung nicht wusste, öfters vorkommen und Karten, die man kann, nach hinten im virtuellen Stapel verschwinden.

„Here’s how it works: you enter what you want to study in the form of brief mental notes. These notes are similar to traditional flashcards, but are much more powerful. They can include as many facets as you like, each of which can contain text, an image, audio, and even a short video. Once you have a set of notes prepared, you can study them in beautifully presented slideshows, which make studying less of a chore.“ [Quelle]

„That’s only half the picture though, because Mental Case also prepares an automated lesson of the mental notes most in need of study. Lesson preparation is based on scientific research into how people learn, in order to make the time you spend studying as efficient as possible.

Mental Case is not just a pretty face, it is a powerful learning tool based on scientific research into how people learn. It schedules your notes, gathering together the notes you most need to study at any given time. There are different schedules to choose from, based on your goals, from long-term learning, to cramming for an exam.“ [Quelle]

MentalCaseiOSIcon

Nehmen wir an, alle Schüler verfügen über ein iPhone. Mit Mental Case kann man nun reine „Büffelaufgaben“ aufbereiten und den Schülern zur Verfügung stellen. Sie lernen nun in der Stunde oder zu Hause individuell, während Mental Case darüber wacht, welche Kärtchen mehr gelöst werden müssen.